Mantras und die moderne Wissenschaft.


Mantra Rezitation und ihre Bedeutung in der vedischen Kultur.

Mantra- was ist das?

Ein Mantra ist eine Abfolge von Lauten, die wiederholt wird bis man sich auf die Schwingung der gesprochenen oder gesungenen Laute einstimmt.
Mantras gehören zur Tradition des Hinduismus, der ältesten Religion der Menschheit und können bis zum gewissen Grad mit einem Gebet verglichen werden, das monoton vor sich hin wiederholt wird. Der große Unterschied besteht jedoch darin, daß Mantras im Sanskrit verfasst wurden, der ältesten Sprache der Menschen.
Sanksrit, auch Devanagari genannt- die “Sprache der Götter”- besteht aus Urklängen, die den eigentlichen Schwingungen eines Objekts oder einer Handlung entsprechen.


Mantra bedeutet im Sanskrit Spruch, Lied, Hymne und  bezeichnet eine heilige Silbe, ein heiliges Wort oder einen heiligen Vers. Ein wiederholtes Rezitieren von einem Mantra entfaltet seine Wirkung auf uns und kann einen sehr erfülten Zustand herbeirufen. Jedes Mantra hat eine eigene innewohnende Wirkung, die man nur durch Praxis erfahren kann.
Mantras können sprechend, singend oder flüsternd rezitiert werden. Übt man so etwas vor einer Meditation aus, geht es meistens nach einer Weile in ein rein gedankliches Rezitieren über. Man soll sich völlig gedankenlos dem Klang und Schwingung eines Mantras überlassen.

Ursprung der Mantras

Die Praxis der Mantras geht auf eine alte Zivilisation zurück, die noch in einer gewissen Balance stand und ihr Wissen durch eine tiefe Verbindung mit dem Universum und dem eigenen Selbst schöpfte. Die heiligen Schriften Indiens- die Veden- sind eine schriftliche Überlieferungen aus dieser Zeit.
Zu dieser Zeit gab es besonders entwickelte Menschen, Rishis – Weise- genannt, die in tiefer Meditation die Gesetze des Universums verstehen konnten und deren Wissen der Allgemeinheit teilten. Diese haben ihr Wissen in Form jener Veden niedergeschrieben und der Zeiten entsprechend diese erweitert oder der Verständlichkeit halber modifiziert. Die Ergänzungen zu den Veden werden puranas genannt.

Ein vedischer Rishi.

Ihre Aufgabe war es einzig ihr Wissen, daß sie in permanenter Kontemplation und Abgeschiedenheit erworben haben, zu verbreiten und die Menschen zu belehren. Zu dieser Zeit gab es immer wieder große Versammlungen, wo Könige, Weise und Suchende aus aller Welt sich zusammengetroffen haben, um Fragen zu stellen und Belehrungen zu empfangen.
Auch geht auf diese Zeit die Tradition der “Bettelmönche” zurück, die von Tür zu Tür gingen, um den Haushältern, die in familiäre Angelegenheiten verstrickt und an weltliche Pflichten gebunden waren, Wissen zu bringen. Was sie dafür im Gegenzug als Nahrung an der Tür erhalten haben, war ihr materieller Anteil zum täglichen Überleben. Sie selbst waren an der Anteilhabe an weltlichen Dingen nicht mehr interessiert und überließen sich der Gnade Gottes, sie am Leben zu erhalten. Ihr einziges Anliegen und Pflicht war Wissen zu verbreiten.
Die Lehre von Mantra Praxis ist ein Bestandteil der Veden und geht auf diese Rishis zurück.

OM- das Maha Mantra

OM Zeichen.

Das Rezitieren von OM, was eigentlich mehr ein AUM ist, bevorzugt am frühen Morgen, wird als Mahamantra bezeichnet. Dieses Mantra ist das Ursprüngliche Mantra und sehr mächtig. Wenn man sich ganz tief in Kontemplation befindet, soll es genau dieser Laut sein, den man wahrnehmen kann und der der Hintergrundton des Universums sein soll. OM ist sozusagen die Klanggewordene Vibration des Universums, überall und allgegenwärtig, um uns herum. Wenn wir uns, indem wir es selbst rezitieren, auf diesen Ton einstimmen, können wir uns tiefer auf die Schöpfungsenergie einlassen.

Es gibt noch viele andere Mantras, die verwendet werden. Jeder Halbgott (Verwalter der materiellen Schöpfung), der eine bestimmte Energie vertritt hat ein eigenes Mantra. Indem wir diese Klänge wiederholen, treten wir in Verbindung mit den jeweils spezifischen Energieformen, die bestimmte Veränderungen in uns hervorrufen. Es gibt Reinigungsmantras, die unseren Geist von der materiellen Verstrickung zu befreien helfen und es gibt Mantras, die bestimmte Kräfte in uns wachrufen können.


Grundstoff

Es gibt auch “magische” Mantras, mit deren Hilfe die Menschen ihre Umgebung beeinflussen oder sogar auf andere Menschen einwirken können.
Kerala, ein Teil Indiens ist bis heute für seine magische Praxis bekannt. Viele alte Mantra Skripte sollen dort noch in den Häusern der Bewohner versteckt gehalten werden.
Wissend um die Macht dieser Praxis, wurden solche Mantras immer nur vom Meister zu Schüler übertragen, der, bevor er eingeweiht wurde, erst seine Integrität und Verantwortung unter Beweis stellen mußte. Gewöhnlich waren es Menschen, die keine Anhaftung mehr an die materielle Welt hatten und so kaum in Versuchung geführt werden konnten, diese eigennützig anzuwenden. Wer den Weg der vollkommenen Spiritualität gehen wollte, durfte nicht mehr an weltliche Angelegenheiten gebunden sein- weder in familärer noch in geschäftlicher Weise.
Auch gehörten komplizierte Rituale und Entsagungen zur Mantrapraxis dazu, um ein voreiliges und unüberlegtes Anwenden zu verhindern.

Klang, Vibration und die moderne Wissenschaft.

Meditation, Mantra, Magie mögen sich für westlich orientierte Bewohner der Erde vielleicht etwas befremdlich anhören. Aber wie steht es um Stichworte wie Vibration, Schwingung, Klang? Das ist das Vokabular der modernsten Wissenschaft.
Sänger können mit ihren Stimmen Gläser zum Zerspringen bringen, Töne werden beim Millitär verwendet, um gefangene Informanten zum Wahnsinn zu treiben und sie so zum Sprechen zu bringen- ist es also vielleicht doch möglich, Menschen durch das Aussprechen einer geheimen Klangabfolge, die unserer Sprache nicht mehr zugänglich ist, krank zu machen, Gegenstände durch die Gegen zu bewegen und Einfluss auf die Nanopartikel zu nehmen?
Es gibt sehr interessante Forschungergebnisse, die sich mit Wasser und Klang beschäftigen. So haben Forscher herausgefunden, daß Wasser ein Gedächtnis hat und beliebig Strukturiert werden kann.
Man hat in Versuchen Wasser mit unterschiedlichen Intentionen und Klängen beschallt und jedesmal hatte das Wasser auf mikroskopisch sichtbarer Ebene ihre Struktur verändert. Nähert man sich Wasser mit Liebe oder beschallt es mit harmonischen Melodien, ordnen sich die Strukturen zu wunderschönen Mustern an. Schimpft man in der Nähe vom Wasser oder spielt Heavy Metal ab, bilden sich unsymetrische Formen.

Wasser und der Mensch

Wir wissen alle heute, daß der menschliche Körper aus über 70% Wasser besteht. Ohne Wasser stirbt der Mensch innerhalb von nur 3 Tagen. Ohne Wasser versagt unser ganzes System in kürzester Zeit. Wenn wir prozentual gesehen mehr Wasser als alles andere sind, dann kann auch unser Körper und somit wir durch Klang beeinlusst werden.
Und hier schließt sich der Kreis zur Mantra Praxis. Indem wir bestimmte Klänge rezitieren, immer und immer wieder, wird das Wasser in uns neu strukturiert.
Auch ausgesprochene Worte, die uns täglich erreichen, haben eine Wirkung auf uns. Hören wir positives, nähern sich uns Menschen mit Liebe und Wohlwollen, hat das alles eine enorme Wirkung auf unser Befinden und unser Wohlergehen. Werden wir mit negativen Schlagzeilen, Drohungen und Einschüchterungen konfrontiert, wird unser Körperwasser zunehmend disonat und wir verlieren den Kontakt zu uns selbst. Auch die Gesundheit kann in einem verstimmtem “Instrument” nicht auf die Dauer erhalten bleiben.

Sanskrit- ein Tor in eine vergessene Welt?

Jede Sprache hat ihre eigenen Klänge. Hält der alte Sanskrit Schlüssel für uns bereit, die wir nur wieder beleben müssen? Werden mit der Praxis dieser alten Mantren Zentren in uns aktiviert, die wir mit unseren modernen Sprachen nicht mehr erreichen können?
Sind in den alten Mantras Codes enthalten, die wir nicht mehr kennen und die uns ein völlig neues Verständnis únserer Existenz eröffnen?
Nur die Wiederbelebung und Praxis kann diese Fragen entgültig beantworten. Es schein zumindest, daß sich hinter den urtümlichen Klängen ein gewaltiger Wissensschatz verbergen könnte, der nur darauf wartet, erneut zum vibririern gebracht zu werden. Es ist nicht notwendig, das alte Sanskrit zu können, um mit dem Rezitieren seiner Mantras zu beginnen. Der Klang allein wird seine Informationen ganz von alleine dem Praktizierenden enhüllen und sein Wissen zugänglich machen.

Die Macht der Worte im Alltag

Mit Gedanken fängt alles an und ausgesprochene Worte sind die erste aktive Handlung, die ein Mensch in der Kommunikation mit der Außenwelt vollzieht.
Das Beobachten und Kontrollieren der eigenen Gedanken ist in der vedischen, sowie auch andersweitig spirituellen Tradition von großer Wichtigkeit. Nur wer sein Innerstes versteht, sich nicht den gedanklichen Stürmen überläßt, sondern sie sorgsam beobachtet und zu verstehen versucht, kann auf verantwortungsvolle Weise etwas Wertvolles zu der täglich um uns herum kreirten Welt beitragen.
Die selbe Achtung der Sprache gegenüber finden wir auch in der jüdisch- kabbalistischen Tradition. Der folgende Spruch veranschaulicht im Grunde genau den selben Ansatz, der auch der Kern der vedischen Tradition ist: Wir sind Manifestoren dieser Welt und müssen sehr sorgsam mit dieser Macht umgehen, um nicht uns selbst und auch nicht den anderen zu schaden.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.(Talmud)

Übernehmen wir diese Verantwortung nicht, so werden wir hin und hergetrieben von unseren Impulsen oder was noch schlimmer ist, wir werden so leicht zur energetischen Beute von anderen, die uns dann für ihre eigenen Manifestationsziele einspannen können.
Wer sich selbst nicht kennt ist anfällig für Manipulationen von Außen. Das “Tat twam asi”- das “Das bist du”, das sich selbst Erkennen ist die essentiele Aufgabe und Recht eines jeden Menschen. Wer seine Macht abgibt und sich nicht der Selbsterkenntnis widmet, hat das Ziel des Lebens verfehlt- so die Veden.

Ergänzung- sich wiederholenden Muster in der Natur

Die selben Muster, die sich im Wasser bilden, finden wir übrigens in anderen Formen der Natur wieder. Es scheint sich um unverselle Kräfte zu handeln, die im Hintergrund wirken.

 

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