Vedische Wurzeln des Buddhismus.


Buddhismus und die Veden.

Viele Menschen kennen zwar den Buddhismus, aber nur wenige scheinen die Verbindung zur vedischen Kultur zu verstehen und wie viele Aspekte des Buddhismus ihren Ursprung in der vedischen Philosophie haben. Als erstes, es war mehrere Hundert Jahre vor der Zeit des Buddha, daß seine Geburt in der Srimad- Bhagavatam vorhergesagt wurde.

“Am Anfang des Zeitalters der Kali Yuga, wird die mächtige Persönlichkeit Gottes in der Provinz von Gaya als Buddha erscheinen, der Sohn von Anjana, um die zu verwirren, die immer neidisch sind auf die Anhänger Gottes” (Bhagavatam 1.3.24)

 

Dieser Vers weist darauf hin, daß Buddha eine Inkarnation Gottes (des Allmächtigsten) war, welche in Gaya, einer Stadt in Indien erscheinen würde.
Manche Historiker werden darauf hinweisen, daß Buddha, Siddharta Gautama, eigentlich in Lumbini, Nepal, geboren wurde, und daß seine Mutter die Königin Mahamaya war. Daher sei dieser Vers etwas ungenau.
Aber eigentlich wurde Siddharta erst Buddha, nachdem er seine Erleuchtung während seiner Meditation unter dem Baum Gaya erreicht hatte. Das bedeutet, daß seine spirituelle Erleuchtung seine zweite und die bedeutendere Geburt war.
Desweiteren starb Siddhartas Mutter, die Königin  Mahamaya, einige Tage nach seiner Geburt . Siddharta wurde von seiner Großmutter namens Anjana großgezogen. Somit ist die Vorhersage aus dem Bhagavatam bestätigt.

Vedische Kultur zum Zeitpunkt des Erscheinens Buddha`s.

Als Buddha erschienen war, waren die Menschen in Indien, obwohl sie den Veden folgten, vom hauptäschlichem Ziel der vedischen Philosophie abgewichen. Sie waren beschäftigt mit Ausführungen von Zeremonien und Ritualen zum Zwecke materiellen Vergnügens. Manche dieser Rituale beinhalteten Tieropfer. Die Menschen hatten begonnen wahllos Tiere zu opfern- die Vedischen Rituale als Vorwand nehmend- und schwelgten dann im Fleischkonsum.
Von falschen Priestern fehlgeleitet, breitete sich ein unnötiges Tierschlachten aus und die Menschen degradierten und wurden atheistisch.

Tieropfer in der Vedischen Kultur.

Die Rituale, die Tieropfer einbezogen hatten, waren laut der Veden nicht zum Verzehr von Fleisch vorgesehen. Ein altes Tier wurde in einem Opferfeuer plaziert und nachdem Mantras gesungen wurden, kam das Tier in einem neuen und jüngerem Körper wieder raus. Dies wurde als Beweis für die Kraft der Vedischen Mantras vorgeführt.
Als jedoch die Kraft der Priester verfiel, konnten diese die Mantras nicht mehr richtig singen und die Tiere konnten nicht mehr zum Leben zurückgebracht werden. Deswegen sind solche Opferungem im Kali Yuga auch verboten, weil es einfach keine (reinen) Priester mehr gibt, die die nötigen Mantren richtig singen könnten.
Deswegen erschien Buddha, wies die vedischen Rituale zurück und lehrte die Philosophie der Gewaltlosigkeit. Im Dhammapada(129.130) sagt Buddha:

” Alle Lebewesen fürchten den Tod und den Schmerz, das Leben ist für alle kostbar; deshalb wird der weise Mann/Mensch weder töten noch etwas verursachen, um getötet zu werden.”

Buddha

Buddha.

Die Vedische Literatur lehrt auch Gewaltlosigkeit. Aber Buddha lehrte die Menschen, welche die Veden für unangemäßene Zwecke mißbraucht hatten, dies aufzugeben und ihm einfach zu folgen. Also rettete er die Tiere davor, getötet zu werden und die Menschen weiterhin von korrupten Priestern fehlgeleitet zu werden. Er lehrte nicht die vedischen Schlußfolgerungen über spirituelles Wissen, sondern lehrte seine eigene Philosophie.

Buddha`s Leben.

Buddha ist als Sohn des Königs des Shakya Clans in der Stadt Lumbini im Nepal zur Welt gekommen. Allgemein wird akzeptiert, daß er zwischen 560- 477 vCh. gelebt hatte, aber es wurde gezeigt, daß er 1887 v Ch. geboren und 1807 v Ch. gestorben war.

Seine Mutter, die Königin Mahamaya, hatte vor der Empfängnis in einem Traum gesehen, wie er vom Himmel emporstieg und ihren Bauch als ein weißer Elefant betrat. Nach seiner Geburt hatte sein Vater ihn von den Problemen der Welt so gut es ging abgeschottet. Später heiratete Buddha und hatte einen Sohn. Es war zur gleichen Zeit, als er sich an den Problemen, welchen das Leben jedem aufzwingt, zu stören began. Zu dieser Zeit sah er auch zum ersten Mal einen Mann mit einer Krankheit, einen, der vom Alter gezeichnet war, einen Toten, der zum Krematorium getragen wurde und einen Mönch, der sein Leben dem Ziel gewidmet hatte eine Erlösung von den Problemen des Lebens zu finden.

Buddha als Wanderasket.

Kurz danach hatte Siddharta im Alter von 29 Jahren seiner Familie verkündet, daß er ein Wanderasket/ Bettler werden würde. Sechs Jahre lang suchte Buddha die Erleuchtung durch strenge Askese. Er aß nur sehr wenig, manchmal nur einen Korn Reis pro Tag. Seine Knochen standen so ab, daß er wie ein Skelett ausgesehen haben soll. Danach, als er die Idee eine Erleuchtung durch  solch strenge Bußen zu erlangen aufgegeben hatte, wurde er wieder Bettelmönch.
Er aß wieder mehr regelmäßig. Seine früheren fünf Begleiter ließen ihn alleine, weil sie glaubten, daß er seinen Vorsatz aufgegeben hatte.
Er kam nach Gaya und meditierte entschlossen sieben Wochen lang unter dem Bodhi Baum (Feigenbaum). Er wurde von Mara, dem Teufel, mit vielen Vergnügungen versucht, der hoffte Buddha von seinem Vorhaben abhalten zu können, doch Siddharta blieb standhaft und wurde zum erleuchteten Buddha.

 

Buddha unter dem Bodhi Baum wird versucht.

Beginn des Buddhismus.

Am Anfang zögerte Buddha seine Erleuchtung zu lehren, weil er wußte, daß die Welt sie nicht haben wollen würde. Welchen Nutzen würde es haben, Männer zu lehren, die in tiefer Illusion gefangen waren? Trotzdem entschloß er sich einen Versuch zu machen. Er ging nach Benares und traff dort die 5 Asketen, die ihn verlassen hatten. Im Deer Park gab er dann seine erste Lektion, was der Beginn des Buddhismus wurde.

Buddha lehrte vier grundlegende Wahrheiten: daß Leid existiert, daß es eine Grund fürs Leiden gibt, daß Leiden eliminiert werden kann und daß es ein Mittel gibt, alles Leiden zu beenden.
Aber diese vier Wahrheiten wurden bereits vor Buddhas Erscheinen in der Sankhya Philosophie thematisiert und wurden später in Patanjali`s Yoga Sutra ausgearbeitet. Also war diese Gedankenabfolge nichts neues.

 

Patanjali Yoga sutra

Panajali`s Yoga Sutra.

 

Buddha lehrte ebenfalls, daß Leid vor allem durch Unwissenheit und unsere eigene Verwirrung über den Zweck des Lebens entstehen würde.Das Leid, das wir erfahren, kann beendet werden, wenn wir diese Verwirrung durch persönliche Entwicklung beseitigen. Andernfalls wird diese Verwirrung und Unwissenheit dafür sorgen, daß wir ungewolte Aktivitäten ausführen, die dann zu einem Teil unseres Karmas werden, das wir in diesem oder einem anderen Leben ertragen werden müßen. Wenn Karma endet, so endet auch die Notwendigkeit für eine Wiedergeburt. Damit endet auch das Altern, Sorgen und Tod. Mit dem Stilstand von Wiedergeburt, folgt auch der  Stilstand von Bewußtsein und Eintritt ins Nirvana folgt darauf. Also gibt es dem entsprechend keine Seele und keinen persönlichen Gott. Es gibt nur das Nichts, die Leere und das ist die Essenz von Allem.
Das Ziel ist es wieder dahin zurückzukehren.

Obwohl dies die grunsätzliche Vorausätzung war, von der aus Buddha dachte, wurde diese Theorie bereits in der Nasadiya- sukta der Rigveda lange befor Buddhas Erscheinen thematisiert.

Aber Buddha lehnte es  ab darüber zu diskutieren, wie die Welt erschaffen wurde oder was die Existenz des Nirvana ist. Er lehrte ganz einfach, daß jeder ein Leben führen sollte, so daß er kein Karma mehr produzieren würde und gleichzeitig welches Karma auch immer das Schicksal bringen würde, dieses zu ertragen. Dies würde jeden von weiterer Wiedergeburt befreien.

Der Achtfache Pfad.

Buddha vermittelte ein komplettes System für das Erreichen des Nirvana, welches acht Stuffen beinhaltet. Diese sind:

  • richtige Sichtweise (das Begreifen der unvollkommenen und zeitweiligen Natur der Welt),
  • richtige Entschlossenheit (Wissen in Praxis umsetzen oder ein Leben in Wahrheit und  Gewaltlosigkeit gegenüber aller Lebewesen, inklusive Vegetarismus)
  • richtiges Sprechen (Aufgeben von Lügen, Beleidigungen und sinnlosem Geplapper)  
  • richtiges Benehmen (Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehelosigkeit, keine Berauschung und kein Stehlen)
  • ehrlicher Lebensunterhalt (ehrlich heißt ein Leben, daß nicht andere stört oder das soziale Leben nicht belastet)
  • richtige Bemühung ( das Beibehalten von spiritueller Entwicklung durch Enthusiasmus und ohne negative Gedanken)
  • richtige Achtsamkeit ( frei bleiben von weltlichen Bindungen, indem man sich an die  Natur der Vergänglichkeit der Dinge erinnert)
  • richtige Meditation(Erreichen von innerem Frieden und Gelassenheit; Gleichgültigkeit der Welt und der eigenen Situation gegenüber, was zu Nirvana führt)

In den meisten Teilen ist es lediglich eine weitere Auslegung der grundlegenden yamasand niyamas, welche die Regeln  für das Tun und Nicht- tun sind, welche im Vedischen Yoga System zu finden sind.

Aufgrund des fehlenden Interesses Buddhas metaphysishe Themen zu diskutieren, wurden viele Interpretationen seiner Philosophie erst nach seinem Vortgang nicht nur möglich sondern tatsächlich geformt.

Hinayana, Mahayana & Vajrayana.

Die zwei größten Strömungen des Buddhismus, die sich entwickelt haben , waren Hinayana- der kleinere Wagen und Mahayana- der größere Wagen. Hinayana war strenger und hielt sich an Buddhas ursprüngliche Lehren. Pali wurde als Sprache für die Skripte benutzt. Es akzeptiert auch das Erreichen des Nirvana als Ziel des Lebens. Hinayana betont mehr die eigene Erleuchtung und gibt dem Helfen anderer weniger Bedeutung.

Mahayana betont die Notwendigkeit der Erleuchtung zum Vortel der anderen und übergeht die Notwendigkeit im Selbst die Wahrheit zu verwirklichen. Mahayana akzeptiert Sankrit als Sprache für ihre Texte und intergriert Grundsätze anderer philosophischen  Schulen. Das macht sie zugänglich für eine größere Vielfalt an Menschen. So wie Anhänger aus unterschedlichen kulturellen Hintergründen kamen, so veränderte sich Mahayana auch drastisch von ihrer ursprünglichen Fassung.

Das Ideal des Mahayana Systems ist der bodhisattva, eine Person, die für die Erleuchtung all anderer Lebewesen arbeitet. Die Personifizierung dieses erleuchteten Mitgefühls ist die wichtigste Gottheit des Buddhismus, Avalokiteshvara, welcher in vielen Formen und Bildern dargestellt wird.  Das Mantra für das erleuchtete Mitgefühl ist om mani padme hum. Es erweckt Mitgefühl und Bewußtheit.

Eine dritte Gruppe des Buddhismus ist die Vajrayana Sekte. Diese hat dieselben Prinzipien wie das Mahayana, aber das Vajrayana gründet ihren Prozess, um die Erleuchtung zu erreichen auf dem buddhistischem Tantra, bei dem vermutet wird, daß er einen schnelleren Pfad zur Erleuchtung enthüllt.

Der Hinayana hat sich durch den Süden nach Cylon, Burma und Thailand und der Mahayana hauptsächlich nach Norden und Osten verbreitet und ist hauptsächlich in Tibet, China und Japan zu finden.

Weitere Ähnlichkeiten zwischen Buddhismus und der Vedischen Tradition.

Mahayana benutz ebenfalls Wissen über kundalini und die Chakras in ihren Lehren, die weitere Themen des Vedischen Systems sind. Diese Mahayana Schule, welche jetzt mehr als 20 Sekten entwickelt hat, ist in manchen Fällen, besonders im Westen, so verzerrt worden, daß es unmöglich ist die ursprünglichen Prinzipien zu unterscheiden, die von Buddha begründet wurden.

Neben den Vedischen Ähnlichkeiten im Buddhismus, die schon erwähnt wurden, gibt es noch weitere Korellationen zwischen Vedischer Literatur und Buddhistischer Religion des fernen Ostens.
Zum Beispiel das Wort ch`an der Cha`an Schule des Chinesishen Buddhimus ist chinesisch für das sanskrit Wort dhyana, was Meditation bedeutet- genauso wie das Wort Zen im Japanischen.

vishnu

Vishnu.

Desweiteren wird die Gotteheit Amitayus, der Ursprung all anderer Lokeshvara des Buddha, als der ursprüngliche spirituelle Meister angesehen- genau wie Balarama (eine Erweiterung Krishnas) in der Vedischen Literatur, die die Quelle aller Inkarnationen Vishnus ist und der ursprüngliche spirituelle Meister ist.
Auch die Dreiheit Lehre des Mahayana Buddhismus erklärt die drei Bereiche der Manifestation Buddhas. Diese sind der dharmakaya Bereich des Amitabha, der sambhogakaya Bereich der spirituellen Manifestation (da regiert die nicht abgestiegene Form des Lokesvara oder Amitayus) und der rupakaya Bereich- die materielle Manifestation. Das ist eine Ableitung aus der vedischen Philosophie. Lokesvara ist eigentlich eine Representation von Vishnu für die Mahayana Buddhisten.

All die unterschiedlichen Inkarnationen Vishnus erscheinen als unterschiedliche Formen des Lokesvara in Buddhismus.

Die unterschiedlichen Formen  Lakshmis, der Gattin Vishnu`s als Göttin des Glücks, erscheinen als die unterschiedlichen Formen der Tara– die weißen Tara, die grüne Tara usw.

Lakshmi

Lakshmi, Glücksgöttin und Vishnu`s Gattin.

Sogar die furchtsamen Formen des Lokesvara sind einfach die furchtsamen Aspekte von Vishnu, wie im Falle des erschreckenden Bildes von Yamantaka, welcher einfach die Form des Herrn als personifizierter Tod ist. Der Name wurde einfach von Yamaraja genommen, dem Vedischen Herrn des Todes.

Auch die Buddhistische Malerei wurde einfach aus der Vedischen entliehen. Viele Bilder von Tara sind sehr ähnlich den Bildern von Lakshmi. Vajrayogini, der Buddha im weiblichen Aspekt, ist ganz sicher nach der Gottheit Kali oder Durga entworfen. Kuvera, der Herr des Reichtums in der vedischen Kultur, ist Kuvera Vaishravana im Buddhismus.

Tara

Tara.

Man kann erkennen, daß der Buddhismus viel aus der Vedischen Tradition übernommen hatte.
Auch die Verwendung von Ghee Lampen und kusha Grass und die Darbringung von Gerste und Ghee während Ritualen, die Vedischen Zeremonien entspringen.

Es ist leicht die Ähnlichkeit und Verbindung zwischen dem Buddhismus und der Vedischen Kultur zu erkennen, welche der Ursprung vieler der Konzepte ist, die man im Buddhismus findet.

 

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