Sattvic- Die gesunde Lebensweise. 4


Sattvic- Die gesunde Lebensweise.
Die drei Gunas.

Nach der Vedischen Philosophie kann alles in der Welt, sogar im gesamten Universum in drei Qualitäten aufgeteilt werden. Alles, was wir in der Welt vorfinden hat eine bestimmte Qualität. Menschen, die wir treffen, Musik, die wir hören, Bücher, die wir lesen, Arbeit, der wir nachgehen, Gefühle und Gedanken, die wir fühlen oder denken, ja sogar Gebäude und Tiere, können einer dieser drei Qualitäten/ Eigenschaften zugeteilt werden. Diese Qualitäten werden in der Vedischen Kultur gunas genannt und werden folgend definiert:

  1. Sattva- friedlich, aufmerksam aber trotzdem ruhig; wissend, rein, geduldig;
  2. Rajas- leidenschaftlich, kämpferisch, aktiv, erfolgshungrig;
  3. Tamas- träge und unwissend; faul,gefühllos, hinterlistig;

Ein Meditationsraum ist sattvic, wohingegen ein Einkaufszentrum rajasic ist. Ein Haus mit Rissen und Spinnweben ist tamasic.

Viele von uns haben so viel Tamas in uns, daß wir uns der Energien in und um uns gar nicht bewußt sind. Erst wenn wir uns mehr und mehr einem sattvic Leben annähern, werden wir uns mehr der Energien um uns herum bewußt. Je mehr jemand sich entwickelt, desto mehr wird er die Präsenz von Energien spüren. Die drei Gunas durchdringen alle Existenzen und Tätigkeiten.

Ganz sicher hat jeder von uns schon mal die Erfahrung mit einer tamasic Person gemacht. Diese Menschen saugen unsere Lebensenergie auf und lassen uns depressiv, müde und erschöpft zurück.In der Gegenwart solcher Menschen fühlt man sich so träge, daß man alles deprimierend findet.

Energiesauger sind überall ;).

Positive Menschen können die Lebensenergie anheben.


Und jeder wird auch schon die Erfahrung mit einer Person gemacht haben, die uns völlig energetisiert hat, uns aufgebaut hat und uns mit dem Gefühl zurückgelassen hat, daß es aufregend ist am Leben zu sein. Diese Menschen übertragen ihre Lebensenergie auf uns und geben uns das Gefühl wunderbar zu sein.

Wenn wir traurig sind und uns niedergeschlagen fühlen, ist es oft deswegen, weil unsere Lebensenergie (Prana) gesunken ist. Man fühlt es, wenn man zum Beispiel Fieber hat oder wenn man aus aus heiterem Himmel ohne einen richtigen Grund sich plötzlich niedergeschlagen fühlt.
Die Nahrung, die man zu sich nimmt, sollte bei so etwas niemals unterschätzt werden! Das Essen, das wir gestern zu uns genommen haben, beeinflusst unsere Gemütslage heute immer noch! Wenn die Nahrung, die wir gestern zu uns genommen haben hauptsächlich tamasic war, werden wir uns heute wahrscheinlich dumpf und schläfrig fühlen.

 

Deswegen ist es wichtig Nahrung zu sich zu nehmen, welche viel Prana beinhaltet, um einen positiven geistigen und emotionalen Zustand wieder zu erlangen.

 

Sattvic.

Wohlbefinden kann durch richtige Ernährung gesteigert werden.

Lebensmittel, die ein hohes Prana haben werden sattvic genannt. Sattvic Nahrung ist diejenige, welche nicht nur den Körper nährt, sondern auch eine besänftigende Wirkung auf den Geist hat. Sattvic Lebensmittel sind in der Regel einfacher zu verdauen, als rajastic oder tamasic Lebensmittel und sie fügen dem Körper keine weiteren giftigen Stoffe hinzu. Diese Lebensmittel sind frisches Gemüse und Früchte, Getreide und Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Keime, Honig, Kräuter und manche Milchprodukte.

 

Menschen mit einem ausgeprägtem sattvic Guna sind intelligent und haben ein gutes Gedächtnis. Sie sind sauber, ordentlich, instinktiv, zufrieden, bescheiden, gelassen, sanftmütig. Sie streben allgemein nach Wissen und sind auf eigene Optimierung fokussiert. Normalerweise sind sie sehr positiv eingestellt und zeigen Großzügigkeit, Freundlichkeit, Offenheit, Gerechtigkeit und Versöhnlichkeit.

 

Rajasic.

Wenn sich jemand unruhig fühlt, ist es wahrscheinlich, daß zu viel rajastic Nahrung zu sich genommen wurde. Etwas Unruhe in uns kann von Vorteil sein, weil es uns aktiv hält. Aber zu viel Unruhe erzeugt Gefühle wie Angst, Wut, Gewalt, Sinnenlust und Sorgen. Das kommt daher, weil rasastic Nahrung unser Nervensystem überreizt.
Dazu gehören gewürzte, heiße, bittere, saure und kräftige Lebensmittel, wie zum Beispiel chemisch verarbeitete Nahrung, Chillies, Zwiebel, Knoblauch, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke, Schokolade und Zucker.

 

Rajasic

Herrschsucht kann auf rajasic Dominanz hinweisen.

 

 

Menschen mit rajasic Eigenschaften sind in ihrem Temperament energiegeladen und versuchen andere zu kontrollieren und zu dominieren. Sie schätzen Ansehen und Autorität und streben nach Macht, Status, Ruhm, Reichtum und Anerkennung. Sie streben nach Erfüllung ihrer Lust (Sex & Nahrung), Stimulierung der Sinne (Musik, Duft) und Unterhaltung (Parties, Festveranstaltungen). Sie sind schnell abgelenkt und gelangweilt. Sie können unerschrocken und mutig sein, aber auch eifersüchtig, boshaft und hart. Es kann eine Zynische Einstellung vorherrschen.

 

Tamasic.

Wenn sich jemand matt und schwer (körperlich, mental oder emotional) fühlt, ist es wahrscheinlich, daß zu viele tamasic haltige Lebensmittel eingenommen wurden. Tamasic haltige Lebensmittel sind von Natur aus kaum nahrhaft. Eine anhaltende Aufnahme von hauptsächlich tamasic tragenden Lebensmittel kann im Zusammenhang mit ernsthaften Zuständen wie einer Depression stehen. Schon ein kleiner Anteil von diesen Lebensmitteln kann einen schwunglos und generell pessimistisch und leblos zurücklassen. Diese Nahrung beinhaltet fermentierte, konservierte, tief gefrorene und verarbeitete Lebensmittel mit einer Menge an Farb- und Konservierungsstoffen.Fastfood und Nahrung, die gekocht wurde und länger als drei Stunden stehen bleibt verliert ihr Prana und wird tamasic.

Diese Nahrung beeinflusst ebenfalls ungünstig unsere geistigen Fähigkeiten.

 

Depressive Verstimmungen können durch anhaltende tamasic Ernährung entstehen.

 

Menschen mit ausgeprägten tamasic Guna sind träge, unwissend, ängstlich und haben ein schlechtes Gedächtnis. Sie zeigen sich teilnahmslos und unsensibel. Sie zeigen wenig Rücksicht oder Achtung für andere und sind grob, dreist, unmoralisch oder gewalttätig. Sie zeigen keine oder nur geringe Neigung sich psychisch oder physisch zu verbessern.Es scheint, als seinen sie gänzlich mit Essen, Trinken, Schlafen, Sex oder Untätigkeit beschäftigt. Sie zeigen keines oder nur minimales Interesse oder Verständnis für Spiritualität und Glaube an Gott. Oft sind sie traurig oder depremiert. Sie zeigen keine Liebe die außerhalb ihrer eigenen Sinneserfüllung liegt.

 

 

Der Körper- unser Fahrzeug in diesem Leben.

Wir leben in dieser Welt als ein Körper. Dieses Fahrzeug genannt Körper ist so wertvoll wie unser Leben. Wenn unser Körper voll von Giftstoffen ist, fühlen wir uns schwer und beladen. Wir können dann nicht leicht sein. Wir können uns nicht frei bewegen. Wir können nicht hüpfen oder tanzen, ohne Schmerzen zu spüren. Der Körper eines Kindes ist leicht und ohne Giftstoffe und Kinder kriegen vom Toben nicht genug und sind immer fröhlich. Wenn wir größer werden, fangen wir an in negativer Weise zu denken und als Ergebnis entwickeln wir Energieblockaden in unseren Körpern. Wir fangen an falsche Dinge zu uns zu nehmen, die unseren Sinnen Freude bereiten, aber als Ergebnis leiden wir an Krankheiten. Wir fangen an uns  falsch zu ernähren, weil wir gewisser weise falsch zu denken anfangen. Um sattvic zu werden, müssen wir sowohl unsere Nahrung etwas verändern wie auch an unseren Denkmustern arbeiten.

Empfehlungen, um die sattvic Qualität zu entwickeln.

Allgemeine Empfehlung.

Im englischen gibt es einen schönen Spruch:” Early to bed and early to rise make a man healthy and wise”. Im deutschen vielleicht mit :”Morgenstund hat Gold im Mund” zu vergleichen. Dieser Spruch beihaltet sehr viel Wahrheit. Sonne ist die hauptsächliche Quelle von Energie. Je später man nach dem Sonnenaufgang aufwacht, desto fauler und schwerfälliger wird man. Je mehr man sich dem Sonnenaufgang nähert, am besten wenn man noch vor dem Sonnenaufgang aufwacht, desto dynamischer und energiegeladener wird man. Man kann diese Dynamik bei Tieren beobachten, Vögel und auch die Ältesten in der Familie wachen genau zum Sonnenaufgang oder noch etwas früher auf.

 

Sonnenaufgang

Die Kraft des Sonnenaufangs.

Nahrung.

Beim essen sollte man sich Zeit lassen. Man sollte die Struktur der Nahrung wahrnehmen, den Geruch, die Farbe und die Geräusche, die die Nahrung erzeugt (das Knacken beim Essen eines Apfels). Und natürlich den Geschmack. Man sollte das Essen bewusst und langsam kauen, um so den vollen Geschmack zu entfalten. Es dauert ungefähr 20 Minuten, bis das Gehirn das Signal vom Magen bekommt, daß er genug Nahrung aufgenommen hat. Wenn man langsam isst, vermeidet man die Möglichkeit sich zu überfressen. Ein zu drei Viertel gefüllter Magen kann Essen besser verdauen, als ein randvoll gefüllter Magen und somit besser Nährstoffe aufnehmen, was ein übermäßiges Essen automatisch verhindert.

Wir haben nur Hungerattacken, wenn unser Körper nicht genügend Nährstoffe erhält. Das ist das Zeichen unserer Zeit, daß wir, obwohl wir viel essen, eigentlich unterernährt sind. Wir fressen uns zu Tode, so zu sagen.

 

Bewegung.

Bewegung

Bewegung ist sehr wichtig.

Ebenfalls sollte man sich in irgendeiner Weise körperlich betätigen. Laufen, Schwimmen, Gymnastik oder irgendeine Sportart, die man täglich mindestens eine halbe Stunde macht. Es gibt eine schönen Ratschlag einer russischen Ärztin, Galina Schatalova, die mit ihren Methoden, die mich sehr an die indischen Ratschläge erinnern, viele Menschen geheilt hatte. Sie sagte, daß Laufen das wichtigste für einen Menschen sei. Wer nicht laufen könne, solle wenigstens gehen und wer nicht mehr gehen könne, der sollte wenigstens Kriechen. Bewegung ist essentiell für unsere Gesundheit.

 

Reine Lebensmittel.

Früchte, Gemüse, Getreide und Samen sind von Natur aus sehr Nahrhaft. Deswegen werden sie sattvic genannt. Sie sind die Hauptquelle für Lebensenergie und Nährstoffe, was lebenswichtig für unsere Gesundheit ist. Jede Pflanze hat ihre eigene Natur mit ihren speziellen Eigenschaften. Und jede Pflanze hat ihren eigenen Zeitplan zu wachsen und zu reifen. Deswegen ist der beste Zeitpunkt Pflanzen zu ihrer jeweiligen Saison zu essen, weil jede Pflanze zu dieser Zeit die beste Qualität und den besten Nährstoffgehalt hat. Saisonale Pflanzen haben während ihrer natürlichen Reifungszeit die beste therapeutische Wirkung.

Um gesund zu bleiben, sollten wir uns an den Plan halten, den die Natur für uns vorgesehen hatte und uns von saisonalen Lebensmittel ernähren.

Natur

Die Natur hat ihren eigenen Plan für uns.

 

Zuhause kochen.

Zudem ist es sehr empfehlenswert Essen selbst zuhause zuzubereiten. Es gibt nichts gesünderes, als frisches, selbst gemachtes Essen zu Hause. Viele Restaurants müssen aus Kostengründen darauf zurückgreifen, ihre Essensvorräte über längere Zeit haltbar zu machen. Wer jemals in einem Restaurant gearbeitet hatte, wird mit den Methoden vertraut sein. Wenn man die Wirkung des emotionalen Zustades beim Kochen noch hinzufügt (prasadam), wird man in einem hektischem Restaurant nicht mit viel Liebe rechnen können.

Da man natürlich oft auf Essen außerhalb angewiesen ist, empfehle ich kleine Restaurants, wo täglich ein Tagesmenu angeboten wird. Je länger die Liste der Speisen, die man bekommen kann, desto wahrscheinlicher ist es, daß das Essen aus Dosen kommt. Eine kurze Menükarte ist immer ein guter Hinweis, daß das Essen tatsächlich täglisch frisch zubereitet wird.

Bereitet man Essen zu Hause, das man zuvor selbst eingekauft hatte, hat man die volle Kontrolle über die Qualität und auch Hygiene. Essen, das mit Liebe gekocht wurde, ist in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen. Bei einer sattvic orientierten Lebensweise ist die Zubereitung von schmackhaften Speisen weder besonders schwierig noch aufwändig. Man sollte Essen sofort verspeisen und so kochen, daß keine Reste übrig bleiben. Nach drei Stunden verliert gekochte Nahrung seine Energie und isst man es dann dennoch, so nimmt man Nahrung mit tamasic Eigenschaften zu sich.

Vielfalt der Natur

Die Vielfalt der Natur sollte dankbar genutzt werden.

 

Nahrung- Schlüssel zur Gesundheit.

Nahrung ist mehr als nur ein Magenfüller. Richtige Nahrung ist der Schlüssel zur Langlebigkeit, Gelassenheit, Fröhlichkeit und stabiler Gesundheit.
Da eine solche Philosophie bei uns nicht gelehrt wird, kann es manchmal Jahre dauern, bis man von Selbst auf den Zusammenhang zwischen der eigenen Gesundheit und den Lebensmitteln, die man täglich zu sich nimmt, aufmerksam wird. Viele Menschen, die an diversen Krankheiten leiden, ahnen nicht einmal, daß schon eine kleine Ernährungsumstellung ihren Zustand verbessern könnte. Viele Krankheiten können durch eine solche Ernährung vermieden werden und viele können ganz ohne Medikamente geheilt werden

Fühl Dich frei, diesen Artikel zu verbreiten, um mehr Menschen auf die Wechselwirkung zwischen Nahrung und unserer Gesundheit aufmerksam zu machen.♥


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4 Gedanken zu “Sattvic- Die gesunde Lebensweise.

  • Monika

    Hallo, der Artikel gefällt mir sehr gut, kann alles nachvollziehen….. habe dazu jedoch eine Frage: Wenn gekochtes Essen bereits nach 3 Stunden das Prana verliert, gibt es ein Problem wenn man nur für sich selbst kocht- es ist viel zu aufwändig, z.B. 1 Eßl. voll Houmous oder 2 Löffel voll Reis oder 5 Löffel voll Linsen usw. zu kochen- ich esse nur kleine Mengen… deshalb koche ich solche Sachen schon immer etwas mehr und erwärme sie dann max. auf Körpertemperatur, da ich bisher dachte- das Problem ist nicht das Aufheben, sondern das nochmalige Erhitzen. Gibts da einen guten Rat für mich?

    • Skyhen Autor des Beitrags

      “Prana verlieren” bedeutet beim gekochtem Essen nichts anderes, als daß es anfängt sich zu zersetzen. Läßt man einen Linseneintopf im Sommer über Nacht stehen, kann man es am nächsten Tag ganz stark riechen. Genau dieser Vorgang beginnt nach 3 Stunden, nur daß man es noch nicht eindeutig riechen kann, aber auf der molekularen Ebene ist es sichtbar. … Durch Kühlschränke, die es früher nicht gab, kann man diesen Prozess etwas verzögern und Essen etwas länger haltbar machen. Aber ich würde niemals Essen länger als einen Tag stehen lassen. Wenn man Mittagessen fürs Abendessen im Kühlschrank aufbewahrt, kann es noch gehen, allerdings macht sich auch das langfristig bemerkbar. Ich würde dann eher nur einmal am Tag kochen und an den anderen Mahlzeiten Frisches Gemüse oder zum Beispiel Haferflocken mit Früchten essen, oder nur Früchte. Der Geruch ist bei Nahrungsaufnahme und Verdauung sehr wichtig und beim lediglich aufgewärmten Essen hat es nicht mehr die selbe Wirkung. Wie machst du das genau mit dem Vorkochen? Frierst du die Portionen dann ein? Das kann natürlich den Zerfall auch verzögern, aber auch da geht eine ganze Menge Vitamine verloren. Man muß sich langfristig einfach fragen, womit man seinen Körper füllen möchte…nach einer gewissen Zeit haben die nahrhaftesten Kichererbsen einfach nicht mehr die selbe Wirkung..

  • Monika

    Danke für Deine Antwort liebe Skyhen, Du hast sicher Recht. Ich friere die Sachen nicht ein, aber Houmous z.B. mache ich mir für mehrere Tage und bewahre es dann im Kühlschrank auf. Oder gekochte Gemüsebrühe, in die ich dann frisch noch Miso gebe- ist super lecker und nahrhaft, aber ich kann nicht jeden Tag 1/4 l Suppe stundenlang kochen- natürlich mache ich mir dann mind. 1 l für ein paar Tage usw…. Jetzt überlege ich, ob das überhaupt Sinn macht oder ich auf solche Sachen dann lieber einfach verzichten sollte……. und wie sieht es denn mit Backen aus? Ich backe mir gerne herzhafzte Kekse, weil ich Brot nicht vertrage, natürlich ebenfalls für ca. 1 Woche. Die werden ja nicht schnell schlecht und auch nicht wieder erhitzt- wäre das okay Deiner Meinung nach? Rohkost esse ich sowieso 1 mal am Tag. LG, Monika

    • Skyhen Autor des Beitrags

      Hallo Monika..tut mir leid, daß die Antwort so spät kommt, aber mein System hat es versäumt mich darauf hinzuweisen, daß ein neuer Kommentar da ist :/ ..also Backen…ich fange mal so an..in Indien, wo die vedische Philosophie ihren Ursprung hat, gibt es das Backen in unserem Sinne nicht, weil es dort keine Backöfen gibt. Ursprünglich hatten wir alle keine Backöfen. Das einzige, was dort gebacken wird, ist frisches Brot. Dieses Fladenbrot, das dünn ausgerollt wird und dann auf Stein oder Pfanne kurz “gebacken” wird ist das auf der ganzen Welt am meisten bekannte und auch das älteste. Backen, wie wir es kennen ist eine relativ neue Sache, die hier in unseren kälteren Gebieten entwickelt wurde. Einen Kuchen kann man gewöhnlich nicht lange aufbewahren. Und Kekse geben einem ja auch noch nach Wochen(Weihnachtskekse zBs) Energie..aber woher kommt die Energie? Es ist hauptsächlich der Zucker, der drin ist und der Geschmack, wie Nüsse zum Beispiel. Und auch Fett. Gedürrte Sachen,wie sie in der Rohkostküche verwendet werden, gibt es auch schon länger. Äpfel wurden schon immer in der Sonne getrocknet und so länger haltbar gemacht. ich denke allerdings, daß da am Ende hauptsächlich der Fruchtzucker Energie gibt. Vitamine werden sich wohl schon eher früher verabschiedet haben. Was ich sagen will, ist daß Backen von Keksen nicht unbedingt völlig sinnlos ist, aber eigentlich eher was damit zu tun hat, uns kurz einen Energieschub zu geben und weniger uns mit Nährstoffen zu versorgen. (Ich denke, wenn man sich eine Woche lang NUR mit Keksen ernährt, wird man es schnell merken,daß der Körper total unterversorgt ist. Eine Woche NUR frische Äpfel wird eine andere Wirkung haben). Süßigkeiten werden in Indien meistens auch immer frisch zubereitet. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit in Polen auch noch an alte traditionelle Süßspeisen zu Weihnachten, die auch immer frisch zubereitet wurden. Ich denke also, daß Kekse eher etwas “für die Seele” sind,als für den Körper. Generell gilt es, daß Nahrung, die über 42 Grad erhitzt wird, seine Enzyme verändert.(Jede Nahrung hat Enzyme und in unserem Magen gibt es Enzyme und nur wenn sie zusammen passen, kann der Körper optimal verdauen. Eine Schlange, die ein Kaninchen OHNE Fell bekommt, kann es nicht verdauen, weil ihre Magenenzyme auf die Fellenzyme angepasst sind!). Beim Backen wird Nahrung über eine lange Zeit und sehr Hoch erhitzt, was da am Ende vom Körper noch verwendet werden kann weiß ich nicht, außer vielleicht eben dem Zucker…