Garuda und der kleine Sperling- Die Kraft der Entschlossenheit.


Die Kraft der Entschlossenheit.

“Diejenigen, die diesen Pfad beschreiten, sind entschlossen in ihrem Vorhaben, und ihr Ziel ist eins. O geliebtes Kind der Kurus, die Intelligenz der Unentschlossenen jedoch ist vielverzweigt.”
Bhagavad- Gita 2.41


Entschlossenheit ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die man sich im Leben aneignen sollte. Sowohl auf dem materiellen Weg, wie aber auch vor allem auf dem spirituellem Weg ist es die Entschlossenheit, die zu einem Verbündetem werden kann. Eine wunderschöne vedische Geschichte
von einem kleinen Sperlingweibchen, das seine Eier in den Wellen des Ozeans verloren hatte, zeigt die Kraft, die durch Entschlossenheit freigesetzt werden kann.

Ein Sperlingsweibchen hatte seine Eier an das Ufer des Ozeans gelegt, aber der große Ozean trug die Eier auf seinen Wellen davon. Der kleine Vogel war sehr aufgeregt und bat den Ozean, die Eier zurückzugeben. Der Ozean jedoch beachtete ihn nicht einmal. 

Darauf entschloß sich der Sperling, den Ozean zu leeren und auszutrocknen. Er begann, mit seinem kleinen Schnabel Wasser zu schöpfen, und jeder lachte über seine unmögliche Entschlossenheit.
Die Nachricht von seinem Vorhaben verbreitete sich rasch, und schließlich hörte auch Garuda, der gigantische gefiederte Träger Vishnus, davon.

 

Garuda und die Entschlossenheit eines Sperlings.


Er bekam Mitleid mit seiner kleinen Vogelschwester, und so kam er persönlich herbei. Als er die Entschlossenheit des kleinen Sperlings sah, war er sehr erfreut und versprach, ihm zu helfen. Garuda befahl dem Ozean, die Eier zurückzugeben, und drohte, andernfalls selbst die Arbeit des Sperlings zu übernehmen. Der Ozean erschrack sehr und gab die Eier sogleich zurück. So wurde der Sperling durch die Gnade Garudas zufrieden und glücklich.

Es ist eine schöne, motivierende Geschichte darüber, wie Entschlusskraft allein alle Hindernisse beseitigen kann und wie der Glaube dazu führen kann, daß Unmögliches möglich werden kann.

Wir sind für unsere Taten verantwortlich, nicht für die Früchte der Taten. Über diese entscheidet etwas Höheres. Wir müssen uns nur voller Entschlusskraft auf den Weg machen.

 

“Man sollte yoga mit Entschlossenheit und Glauben praktizieren und nicht vom Pfad abweichen. Man sollte alle materiellen Wünsche, die aus gedanklicher Spekulation entstehen, ohne Ausnahme aufgeben und so alle Sinne von allen Seiten durch den Geist beherrschen.”
Bhagavad-Gita, 6.24

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